iPoker wirft Propaganda Poker aus dem Netzwerk
Es war bereits seit einigen Tagen etwas im Busch: Bei Propaganda Poker stimmte etwas nicht. Propaganda Poker war einer der iPoker Skins, die sehr aggressiv VIP Loyalty Boni vergeben haben, was im Endeffekt mit iPoker Rakeback gleichgesetzt werden kann. Doch das ist natürlich nicht gegen die iPoker Richtlinien und so gab es vor über einem Jahr schon erste Konflikte. Diese wurden allerdings gelöst, die Affiliates mussten weniger aggressiv diesen Deal bewerben, ein Casino wurde dazugenommen und alles schien wieder in Ordnung. Doch nun blieben letzte Woche diese Zahlungen aus, der Support meldete sich nicht und erste Gerüchte kamen auf, dass Propaganda Poker bald pleite geht. Dies hat sich auch bis jetzt nicht bewahrheitet. Was dahinter steckt ist ein Wechsel. Ob dieser freiwillig kam oder nicht ist fraglich, zumindest gab es schon wieder Probleme wegen “Rakeback” und iPoker duldet dies nicht lange. Daher war es wohl kein Rauswurf, sondern eher ein freiwilliger Rückzug um darauf vorbereitet zu sein bevor man von iPoker vor die Tür gesetzt wird.
Das ist durchaus eine interessante Entwicklung und sie wirft mehrere Fragen auf: Was passiert mit Propaganda Poker selbst? In welches Netzwerk geht es und werden sie dort überleben können? Welche Zeichen setzt das für die iPoker Politik?
Es kommen nicht allzu viele Netzwerke in Frage, die für Propaganda Poker ein Thema sind. Mein heißer Tipp ist Entraction, die damals auch NoIQ genommen haben, ein iPoker Skin, der in einer ähnlichen Situation war. Allerdings ist fraglich ob Propaganda Poker bei Entraction überleben kann. Wahrscheinlich nur mit immensen Rake Races um die Spieler, die für richtig Rake gesorgt haben im Spiel zu halten.
Bei iPoker wird sich vermutlich nichts ändern. Sie haben nach wie vor große Probleme mit ihrer Non-Rakeback Linie und eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit bis sie diese aufgeben. IPoker sollte es relativ egal sein einen größeren Skin wie Propaganda Poker zu verlieren, denn sie wissen, dass der Großteil der Spieler das Netzwerk nicht verlassen wird sondern den Skin wechselt und zum Beispiel wie VCPoker oder TitanPoker landet.
Soweit eine kurze Einschätzung der Situation bei iPoker und Propaganda Poker. Wirklich positiv ist dieser Verlauf natürlich nicht, allerdings können wenigstens die Spieler sicher sein, dass ihre Bankroll auf der sicheren Seite ist. Propaganda Poker ist also nicht pleite, sondern wechselt einfach das Netzwerk was in 99 % ohne Verluste von Daten oder Bankrolls von statten geht.
Rakeback: Fluch und Segen?
Derzeit ist es in der Tat nicht einfach für iPoker Skins, oder generell für Seiten eines Netzwerks. Der Grund ist, dass die Konkurrenz immer härter wird und die Preise immer kleiner. Mit Preisen ist die Gebühr gemeint, die man eigentlich entrichten muss wenn man einen Dienst wie den eines Pokerraums nutzt. Rakeback ist sozusagen ein Rabatt, der allerdings nicht vorübergehend, sondern lebenslänglich gilt. Das macht es für den Spieler eigentlich sehr komfortabel. Wenn man dann 50 % Rakeback bekommt, verdient der Pokerraum selbst eigentlich kaum noch etwas, denn dieser muss auch die Kosten fürs Personal, Lizenzen, Büros, Einzahlungen usw. tragen. Da kommt natürlich einiges zusammen und dies ist auch der Hauptgrund warum schon viele, selbst größere Pokerraume in den letzten Jahren dicht gemacht haben. Nicht weil sie unbekannt und bedeutungslos wären, sondern weil sie einfach die Kosten nicht mehr tragen konnten.
Und so ergeht es vor allem kleinen und neuen iPoker Skins. Diese sind unbekannt und niemand kommt auf die Idee freiwillig dort zu spielen. Daher müssen sie dem Spieler sozusagen einen Preisrabatt gewähren und dieser nennt sich dann Rakeback. Wenn man eine Statistik machen könnte um diese Relation zu zeiten wäre es ganz einfach. Der durchschnittlich bezahlte Rakeback pro Spieler sinkt mit steigender Größe des Raumes. Wer kennt nicht auch astronomische Rakeback Angebote von bis zu 100 %? Das ist lächerlich, denn es ist nur ein billiger Marketing Trick. Es ist dann in etwa so als würde man in ein Geschäft gehen und vor dem Eingang steht: 90 % auf alles*. Beim * steht dann (ab einer Bestellmenge von 100.000.000). Finger weg von solchen Angeboten. Wer etwas nachdenkt merkt schnell was dahinter steckt.
Solche Angebote kommen nur von neuen oder absolute kleinen Räumen oder Netzwerken. Das besagte 100 % Online Poker Rakeback Angebot stammt von einem toten Netzwerk wo man zu Spitzenzeiten vielleicht einen Tisch findet. Was bringt einem also da das Rakeback – ganz abgesehen davon dass man ein paar tausend Euro Rake erspielen muss um dieses Level zu erreichen.
Für Spieler ist die Situation eigentlich komfortabel. Denn man hat nicht die Probleme, die Skins heute haben. Im Gegenteil: Skins sind sogar sehr entgegen kommend und sind bereit auf einen Großteil ihrer Einnahmen zu verzichten. Doch auch das hat Grenzen! Es gibt auch undubiose Angebote von denen man die Finger lassen sollte. Wie beim Poker gilt auch hier sein Minimum zu reduzieren.
Wie erkennt man einen under the table Deal?
Wie bereits besprochen ist von under the table Deals abzuraten, da diese für den Spieler ein nicht zu vernachlässigendes Risiko darstellen. Klar, manche Deals funktionieren einwandfrei weil man einen soliden Affiliate der brav seine Verdienste weitergibt. Aber viele tun dies eben nicht, oder sind eigentlich brav und solide, verlieren aber ihren Deal weil sie zum Beispiel illegal zuviel Rakeback weitergeben, oder warum auch immer.
Under the table Deals erkennt man ganz einfach daran, dass der Affiliate irgendwelche Daten der Spieler braucht. Meist ist das der Username, der zur Identifikation dient. Der under the table Affiliate bekommt dann regelmäßig eine Liste seiner Spieler und wieviel Rake sie gemacht haben. Auf dieser Grundlage gibt er dann Rakeback an die Spieler weiter (oder auch nicht).
Es ist kein under the table Deal wenn der Affiliate nicht einmal den Usernamen der Spieler braucht. Dann das ist ein Indiz, dass die Spieler auf eine andere Weise, nämlich vom Pokerraum selbst bezahlt werden.
Also bei under the table Deals immer darauf achten, ob der Affiliate einen Usernamen braucht. Wenn ja, ist es wahrscheinlich ein under the table Deal. Wenn nicht, übernimmt die Zahlung der Pokerraum selbst und es ist kein under the table Deal.
Wann sollte man sein Rakeback empfangen?
Für manche spielt es überhaupt keine Rolle und für andere wiederum ist es ein entscheidendes Kriterium: in welchen Zeitabständen erfolgt die Rakeback Zahlung. Früher war einmal monatlich das Maß aller Dinge und heute wäre dem eigentlich auch noch so, denn der Grund warum man es monatlich machte war der, dass die Pokerräume auch monatlich bezahlt werden und die Abrechnung bekommen. Und da sich daran nichts geändert hat, sollte es immernoch so sein. Mittlerweile ist dies aber den meisten Spielern zu wenig. Sie wollen öfter Rakeback bekommen und aus der Sicht des Spielers ist es ganz logisch: je öfter man Rakeback bekommt, desto länger kann man damit arbeiten und es wieder investieren. Allerdings bedeutet das auch ein Mehraufwand für die meisten Pokerräume. Sicher, es gibt Netzwerke, die tägliche Rakebackzahlungen anbieten, aber das sind alles kleine Netzwerke, die verzweifelt sind. Der Nutzen von täglichem Rakeback ist längst nicht so hoch wie der Nutzen von iPoker oder Ongame Rakeback, welches nur monatlich bezahlt wird. Insofern ist alles relativ.
Bei einem guten iPoker Rakeback Deal wird man wöchentlich bezahlt. Wenn es nur monatlich ist, würde ich mir Gedanken machen, denn dann spricht das eher für einen “under the table” Deal, dh dass die Zahlungen ohne Absprache mit dem Pokerraum vom Affiliate stammen. Und was man davon zu halten hat, haben wir hier erklärt: Risiko von iPoker Rakeback
Als Spieler heißt das, dass man die Auszahlungsperioden relativieren muss. Klar, wenn man auf iPoker die Wahl zwischen einem 40 % Deal und täglicher Auszahlung und einem 40 % Deal mit monatlicher Auszahlung hat, ist die Entscheidung klar. Aber meist muss man abwägen ob man lieber einen 35 % Deal mit täglicher Auszahlung oder einen 40 % Deal bei wöchentlicher Auszahlung nimmt. In diesem Fall würde ich letzteren empfehlen.
Dicke Strafen für iPoker Skins
Zurzeit geht es rund und es ist eine traurige Tatsache, dass iPoker mittlerweile mit irgendwelchen Strafen fast mehr verdient als mit dem eigentlichen Pokergeschäft! Das sieht dann in etwa so aus: iPoker googelt nach Seiten, die die Worte Rakeback und iPoker beinhalten und schaut ob diese Seite irgendwelche Affiliate Links auf einen iPoker Skin hat. Wenn dem so ist, gehen sie dem nach und überprüfen ob man dort Rakeback auf iPoker bekommen kann. Wenn ja, verfolgen sie entweder den Affiliate, der den Link gesetzt hat oder klopfen bei dem Skin an, der das anbietet. Danach wird noch etwas getestet und wenn sich herausstellt, dass Skin XYZ fixes Rakeback vergeben hat oder den VIP Status mißbraucht, dann gibt’s Ärger. Meistens in Form einer dicken Strafe wegen Verstoß gegen die Netzwerk Regeln. Und damit kassiert iPoker inzwischen sehr gut ab weil sogut wie alle iPoker Skins in irgendeiner Form gegen die Netzwerkregeln verstoßen oder verstoßen müssen!